Operative Therapie Ellenbogen
Arthroskopische Knorpeltherapie:
Knorpelglättung:
Bei der Ellenbogengelenkspiegelung (Arthroskopie) handelt es sich um eine minimalinvasive Operation, die über 2-4 kleine Stichinzisionen durchgeführt wird. Der gesamte Gelenksinnenraum kann so mit einer Kamera genau inspiziert werden. Beginnende Knorpelschäden können minimalinvasiv arthroskopisch mit Spezialinstrumenten geglättet oder lose unterminierte Knorpelaufbrüche arthroskopisch debridiert, sowie instabile Knorpelanteile entfernt werden.
Mikrofrakturierung:
Falls in umschriebenen Arealen im Ellenbogengelenk der Knorpel völlig fehlt, kann eine so genannte "Mikrofrakturierung" durchgeführt werden, um neue Knorpelbildung zu induzieren. Hierbei werden kleine Löcher in die freiliegende Knochenfläche gepickt (Mikrofrakturierung), um so über die Einblutung aus dem Knochen eine Ersatzknorpelbildung hervorzurufen (Faserknorpel).
Arthroskopische Entfernung freier Gelenkkörper:
Oftmals stehen Einklemmungserscheinungen bei bestimmten Bewegungen des Ellenbogens mit subjektiv empfundener „Gelenksperre“ im Vordergrund. Hierbei kann es sein, dass sich freie Gelenkkörper oder entzündlich gereizt wuchernde Gelenkinnenhaut in den Gelenkspalt einklemmen und so die Bewegungseinschränkung hervorrufen.
Durch eine Arthroskopie werden freie Gelenkkörper oder entzündete Gelenkinnenhaut mit Spezialinstrumenten über kleine Stichinzisionen minimalinvasiv entfernt.
Nach der Operation kann der Ellenbogen frei gebeugt und gestreckt werden, bei anhaltenden Bewegungseinschränkungen sollte eine krankengymnastische Beübung erfolgen.
Arthroskopische Therapie bei Bewegungseinschränkungen:
Oftmals sind Vernarbungen, Verwachsungen, krankhafte Schleimhautentzündungen oder degenerative Knochenanbauten Ursache für anhaltende Bewegungseinschränkungen.
Mit einer Ellenbogenarthroskopie können solche Vernarbungen und Verwachsungen schonend minimalinvasiv mit Spezialinstrumenten gelöst, Knochenanbauten abgetragen und das Gelenk in seiner Beweglichkeit verbessert werden.
Bei geschrumpften Kapselanteilen kann auch hier eine operative Lockerung, ggf. verbunden mit einer Narkosemobilisierung zu einer Verbesserung der Beweglichkeit führen.
Postoperativ sollte eine intensive Krankengymnastik zum Erhalt des während der Operation verbesserten Bewegungsausmaßes durchgeführt werden.

