Hexenschuss
Keine Angst – nicht jeder Schmerz im unteren Teil der Wirbelsäule ist gleich ein Bandscheibenvorfall. Bei einem großem Teil der Patienten handelt sich hierbei um eigentlich harmlose, vorübergehende Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule.
Erste Anzeichen für einen Hexenschuss sind Schmerzen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule (Lumbago). Oft werden diese durch schwere körperliche Arbeit, eine falsche Bewegung oder durch schweres Tragen und Anheben von Gegenständen ausgelöst. Auch eine angeborene Form des Hohlkreuzes oder eine Differenz der Beinlänge begünstigen das Auftreten eines Hexenschusses. Symptome für einen Hexenschuss sind:
- Schmerzen in der unteren und mittleren Gegend der Lendenwirbelsäule
- Teilweise ausstrahlende Schmerzen in das Bein (ziehend und stechend)
- Schmerzen, die sich über Tage hinweg verstärken
- Bewegungen im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule sind nur unter Schmerzen möglich
Solche Schmerzen der Lendenwirbelsäule sind oft muskulär bedingt. Die vielfältigen Muskeln der Lendenwirbelsäule üben zusammen mit der Bauchmuskulatur eine aktive Stützfunktion des gesamten Wirbelsäulen- und Rückenapparates aus. Kommt dieses Zusammenspiel ins Schwanken „schießt einem oft die Hexe ins Kreuz“.
Behandlungsmethoden sind Fango, Massagen und Wärmebehandlungen, Elektrotherapie und Akupunktur, auch Spritzen und eine medikamentöse Therapie bringen rasche Besserung. Nach Abklingen der Akutschmerzen kann eine Stärkung der Rumpf- und Rückenmuskulatur durch gezielte Krankengymnastik zur Prophylaxe erreicht werden.
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