Magenband
Eine Therapiemöglichkeit zur Behandlung von Übergewicht bei einem BMI (Body Mass Index) > 35 ist die operative Behandlungsform mit Hilfe eines Magenbandes. Ziel ist es, die Nahrungsaufnahme zu reduzieren und ein früheres und länger anhaltendes Sättigungsgefühl zu erreichen. Der gesamte Magen-Darm-Trakt steht aber weiterhin zur Nährstoffaufnahme zur Verfügung.
Das Magenband besteht aus einem weichen Silikonring, der über einen kleinen Schlauch mit einer sog. Portkammer verbunden ist. Über diese Portkammer wird nach dem erfolgten Eingriff das Magenband gefüllt und genaue auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst - deshalb auch steuerbares Magenband genannt - ohne dass ein weiterer operativer Eingriff notwendig wird.
Über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) unter Vollnarkose wird das Band um den oberen Anteil des Magens gelegt. Dadurch wird der Magen in einen Vormagen (Fassungsvermögen ca. 25 ml) und einen Restmagen geteilt. Der Vormagen ermöglicht lediglich breiigen Speisen den Durchtritt durch die kleine verbleibende Öffnung (genannt Stoma) in den Restmagen. Daher sind Sie gezwungen sehr gut zu kauen und verspüren schnell ein Sättigungsgefühl.
Der gesamte Eingriff dauert ca. 45 - 60 Minuten. Insgesamt stellt das steuerbare Magenband ein sehr gutes und wenig invasives Verfahren zur Gewichtsabnahme mit guten Langzeitergebnissen dar. Vor allem bei Patienten mit einem BMI>40 kann das Übergewicht durch ein Magenband um 50 - 60% reduziert werden.

